Zwiebelsuppe im Ofen überbacken

Französische Zwiebelsuppe im Ofen überbacken – eine makrobiotische Interpretation

Zwiebeln gehören zu den runden Gemüsen, die unsere Körpermitte stärken und nähren. Mit den Aspekten des süßen Geschmacks und der Energie des Backens, die von allen Seiten zur Mitte konzentrierend wirkt, kann dieses Gericht das Gefühl erzeugen, gut genährt zu werden oder auch ein Stück weit in seinem zu Hause anzukommen.

Mehrere Zwiebeln werden in Halbmonde geschnitten und mit Sesamöl in einem Topf ansautiert, d. h. man nimmt relativ wenig Öl und brät die Zwiebeln darin. Eine Prise Salz zugeben, das hilft, die Flüssigkeit aus den Zwiebeln zu ziehen und Gemüse und Geschmack zu konzentrieren. Nach einer Weile dünsten die Zwiebeln dann in der eigenen Flüssigkeit. Nach ein paar Minuten kochendes Wasser zugeben, aber nur wenig, da der Konzentrationsprozess weiter fortschreiten soll. Weiterhin kann man ein Stück Kombu Alge von ca. 5 cm zugeben. Kombu Alge enthält natürliche Geschmacksverstärker, die wohltuend wirken. Zugedeckt ca. 15-20 Minuten köcheln lassen. Die Zwiebeln sollen weich werden und ihren süßen Geschmack entfalten, der mit der Kochzeit zunimmt. Man kann nun den Ofen auf ca. 180 Grad vorheizen und feuerfeste Schüsseln bereitstellen.

Im Weiteren wird die Kruste zum Überbacken hergestellt, in dem man 3 Mochi Blöcke (Süßreisküchlein von Rushin oder Terra Sana) fein reibt. Die geriebenen Raspel werden mit etwas Sesamöl (ungeröstet) und Shoyu gewürzt. Hier mit Gefühl vorgehen, zu trocken schmelzen die Raspel nicht richtig zu einer Kruste auf, zu nass wird die Kruste zu weich. 3-4 Esslöffel Öl und Shoyu können ein Richtwert sein.

Nach der ersten Kochzeit füllt man die Flüssigkeit weiter mit Wasser auf und gibt Gerstenmiso zu. Da das Originalrezept mit Wein verfeinert wird, geben wir gerne ein eher jüngeres, unpasteurisiertes Miso hinzu. Vom Geschmack her sollte es kräftig aber nicht so salzig sein, dass der dritte und vierte Löffel der Suppe schon eine Abwehrreaktion im Mund hervorruft, dann hat man es übertrieben.

Um eine leichte Note auch in die Suppe einzubringen, kann man noch Mirin (japanischer Kochwein) oder Shiro Miso (junges, helles Reismiso) zugeben. Vor Jahren gab es noch eine ansprechende Art Dulse Algen zu kaufen, die recht weich war. Diese haben wir hier gern verwendet. Leider sind die meisten Dulse Algen, heute selbst nach 15 Minuten kochen noch so hart, dass sie wie Fremdkörper in der Suppe schwimmen.

Nach dem man das Miso zugegeben hat, lässt man alles noch ein paar Minuten ziehen, ohne zu kochen. Zum Brot: Wir haben verschiedene Brotsorten ausprobiert. Für dieses nicht alltägliche Gericht haben wir uns für ein Dinkel- Vollkorn- Toastbrot entschieden, da es den besten Geschmack und die beste Wirkung hervorruft. Für jede Schüssel, die in den Ofen kommt, eine Toastbrotscheibe toasten. Suppe in die Schüsseln füllen, die Brotscheibe vorsichtig auflegen und die Mochi-Masse ca. 1 cm dick oben auf geben.

Dann etwa 20-30 Minuten backen. Danach servieren.

Bon Apétit!