Karotten-Weißkohl-Pickles

Karotten-Weißkohl-Pickles

Selbstgemachte milchsauer-vergorene Salzlake-Pickles sind durch ihren quietschsauren Geschmack ein echtes Erlebnis. Wer je in Hamburg ist, sollte im fröhlichen Reisball sich ein Gläschen der dort selbsthergestellten Pickles kaufen und probieren. Ich habe keine Besseren gegessen.

Der saure Geschmack wirkt inspirierend auf den Geist und kann die Kreativität anregen.

Die Milchsäurebakterien entsprechen den Bakterien unserer Darmflora. Sie sind als Kur nach einer Antibiotika-Einnahme zu empfehlen. Es wird keine Milch verwendet – es ist alles ganz vegan.

Selber Pickles herstellen kann große Freude machen. Dies ist mit ein paar Tricks leicht geschehen und man erlebt ein kleines Geschenk des Universums, da sich ein Teil der Arbeit wie von selbst tut.

Weißkohl und Karottenstücke (auch weißer Rettich oder Brokkoli kann anstatt Weißkohl gewählt werden) 1-4cm groß in ein großes Glas geben. Eine Umeboshi kann zugegeben werden, sie stabilisiert den Fermentierungsprozess, ist aber nicht unbedingt erforderlich. Dann in einem Liter kaltes Wasser einen schwachgehäuften Esslöffel Meersalz auflösen (sollte so salzig wie Meerwasser schmecken) und das Glas mit der Salzlösung auffüllen.

Das Gemüse so beschweren (Glas, Stein, Tasse), dass es komplett unter der Flüssigkeit ist, da sonst Schimmel entsteht. An einen ruhigen Ort stellen. Gegebenenfalls einen Teller unterstellen, damit die Flüssigkeit aufgefangen wird, die durch das Absinken der Beschwerung überläuft. Die Fermentation macht die Flüssigkeit trüb und Blasen steigen auf. Wenn die Flüssigkeit säuerlich schmeckt, im Sommer nach 1-3 Tagen, im Winter auch 4-5 Tage, das Glas in den Kühlschrank stellen. Es sollte dabei nicht fest verschlossen werden, z.B. einen Deckel lose auflegen, damit die entstehenden Gase austreten können. Es benötigt dann noch ca. 1-3 Wochen Aufenthalt im Kühlschrank bis die Pickles durchgezogen und genießbar sind.

Viel Erfolg!